Oberhausen Orchestra
Soundmalerei
Laufzeit 00:15:19
Satzfolge / Movement Structure
- Satz 00:00:00 - 00:03:17
- Satz 00:03:19 - 00:12:32
- Satz 00:12:32 - 00:15:19
Komposition
Hyeonyoung Lee
Mitwirkende nach Werk / Performers and Works
Bleispitz auf Leinwand - 6 performers
- "Spielplatz", Michael Samsin
- "Schwimmbad", Morningsun Petr
- "Baby", Luwam Alema
- "Bei mir", Choice Samsin
- "Der weg des Apfelbaums", Nazek Alahmad
- "Übung macht den Meister", Roda
STABILO Schwan 306 auf Papier - 9 performers
- "Zeche", sieben
- "Centro", Narco Cali
- "Coffee House", Noah
- "Gasometer", Magla
- O.T., Josch
- "Familien in Oberhausen", Samuel
- "Kumpel", Christian
- "Gustavstraße", Ronny
- "Tanzen", Jörg Mazur
STABILO Schwan 306 auf Boesner Loire Rohgewebe Baumwolle - 1 performer
- "Portrait", Gabi
Tosh Set Nr. 5_4 Van Bleiswijck Acrylfarbe Dunkelgrün auf Papier - 3 performers
- "Spielplatz", Priscilla
- "Nachbarschaft der Nacht", Joyce
- "Gemeinschaft", Rebekka
edding 3000 auf Karton - 1 performer
- "Mein erster Lederfußball", Thomas
wie ein Zugvogel - 1 performer
- Hyeonyoung Lee
Das Kribbelnde - 1 performer
- Hyeonyoung Lee
Zeit der Evolution - 1 performer
- Hyeonyoung Lee
Das unhörbare Ohr - 1 performer
- Hyeonyoung Lee
Finger des Hauses - 1 performer
- Hyeonyoung Lee
Wo ist mein Vogel - 1 Performer
- Hyeonyoung Lee
Oberhausen Orchester
Der heutige Alltag der Stadt findet in der Soundmalerei-Arbeit Oberhausen Orchester seinen Ausdruck. In einem Café, auf der Straße sowie im Kunsthaus wurden Bürgerinnen und Bürger nach persönlichen Erinnerungen an Oberhausen befragt und gebeten, eine dazugehörige Zeichnung anzufertigen. Die dabei entstehenden Zeichenklänge wurden aufgezeichnet. Erinnerungen, Zeichnungen und akustische Spuren formen jeweils Instrumente und Notationen innerhalb des Oberhausen Orchesters.
Soundmalerei
Ausgehend von der Beobachtung, dass jede Person beim Betrachten eines Gemäldes eine eigene Interpretation entwickelt, entstand das Konzept der Soundmalerei. Dabei werden die beim Malprozess entstehenden Geräusche aufgezeichnet, aus verschiedenen Bildern gesammelt und zu einem akustischen Bild neu komponiert. Die Betrachtenden hören diesen Klang und entwerfen in ihrem Inneren individuelle visuelle Vorstellungen. Diese Form der Rezeption verweist auf eine grundsätzliche Parallele zur Wahrnehmung von Malerei und zu den Phänomenen, die sie auslöst.
In den Arbeiten zur Soundmalerei kommen auch Klänge zum Einsatz, die durch eigens entworfene und gebaute Instrumente erzeugt werden. Die in dieser Ausstellung gezeigten Werke basieren auf Malereien, die in der Vergangenheit entstanden sind und anschließend durch einen Zerstörungs- und Transformationsprozess in neue Formen überführt wurden, unter anderem durch das Schreddern der Bilder. Die Bewegungen der transformierten Skulpturen erzeugen abstrakte Geräusche, die die Pinselstriche der Malerei in Linien, Punkte und Flächen übersetzen. Diese Klänge bilden auch die akustischen Bestandteile des Oberhausen Orchesters.
In der Arbeit Das unhörbare Ohr entstehen durch tastende, zögernde Bewegungen Geräusche, die dem Ziehen von Linien entsprechen, während in Die Zeit der Evolution Klänge hörbar werden, die den punktuellen Gestus des Pinselauftrags nachformen. Innerhalb der gesamten Ausstellung sind alle Objekte organisch miteinander verbunden. Auch die durch die Werke Der verlorene Vogel im Wohnzimmer erzeugten Linienklänge fließen als Instrumentalklänge in das Oberhausen Orchester ein. Auf diese Weise breitet sich die Malerei, die zerlegt und neu verdichtet wird, als hörbare Malerei und als sichtbarer Klang im Raum aus.
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This work was created as part of the residency program at Kunsthaus Mitte in Oberhausen.